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Literaturhaus Leipzig

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9. Mai 2017 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
Einem vergessenen Leipziger zum 150. Geburtstag
Thomas Theodor Heine
Vortrag von Otto Werner Förster
Fällt heute der Name des in Leipzig geborenen Thomas Theodor Heine (1867-1948 ), wird vor allem sein künstlerischer Anteil an der von ihm und dem Verleger Albert Langen 1896 gegründeten satirischen Wochenschrift »Simplicissimus« in Erinnerung gebracht - und sein Leipziger »Majestätsbeleidigungsprozess« wegen einer Karikatur von Wilhelm II., der ihm zwar die Solidarität der Leipziger Künstler, aber auch sechs Monate Festungshaft auf dem Königstein einbrachte. Nach der Machtübernahme 1933 wurde er von der nationalsozialistischen Führung unverzüglich verfemt und verfolgt. Noch im Frühjahr verließ er München und ging zunächst nach Prag, 1938 floh er weiter nach Oslo. Während der deutschen Besetzung Norwegens erneut in Bedrängnis, floh Heine mit einem Flüchtlingstransport nach Schweden. Bis zu seinem Tod 1948 lebte und arbeitete er in Stockholm.

Otto Werner Förster, 1950 in Meißen geboren, studierte Germanistik an der Universität Leipzig, arbeitete dann neun Jahre als wissenschaftlicher Assistent und wurde 1980 promoviert. Seit 1985 ist er Freiberufler in Leipzig. Er veröffentlichte zahlreiche kulturhistorische Rundfunkessays zur Geschichte Mitteldeutschlands und Bücher u. a. zu Georg Joachim Göschen, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Seume, Schnorr von Carolsfeld, Carl Ernst Mey, Johann Georg Schrepfer sowie zur Geschichte der Freimaurerei in Leipzig.

Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends e. V.


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