Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Andrej Reiser
24. Mai 2017 / 19.15 Uhr / Seminargebäude, Universitätsstr. 1, Raum 127
»Die Dichtkunst artikuliert Töne in der Zeit«
Arnd Beise spricht über den Schriftsteller Peter Weiss.
Moderation: Frieder von Ammon

Peter Weiss (1916-1982) arbeitete zunächst als Maler und Filmemacher, bevor er nach 1960 zu einem gefeierten Schriftsteller wurde. Sein deutschsprachiges Prosadebüt »Der Schatten des Körpers des Kutschers« avancierte zu einem Kultbuch unter deutschsprachigen Autoren, sein Theaterstück von der »Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats« machte ihn weltweit bekannt. Ende der 1960er Jahre war er der »zurzeit am meisten beredete deutsche Dramatiker« (Theater heute). Mit dem 1981 abgeschlossenen Roman »Die Ästhetik des Widerstands« legte Weiss eines der »erregendsten, mutigsten und traurigsten Bücher« (Wolfgang Koeppen) seiner Zeit vor, das rasch Kultstatus bekam und dessen Titel sprichwörtlich wurde. In seinem Vortrag stellt Arnd Beise das Werk des Autors vor und fragt nicht nur nach den Gründen für dessen zeitweilig immensen Erfolg, sondern thematisiert auch das Verschwinden aus der Öffentlichkeit in den 1990er Jahren und die aktuelle Renaissance des Werkes von Peter Weiss.

Arnd Beise ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte an der Universität Freiburg (Schweiz) und publiziert zur Literatur- und Kulturgeschichte seit der Antike. Er ist Vorsitzender der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft.

Das Leipziger Literaturwissenschaftliche Colloquium (LLC) ist eine am Institut für Germanistik der Universität Leipzig angesiedelte Vortragsreihe zu aktuellen Themen und Projekten der Literaturwissenschaft. Alle Interessenten von innerhalb und außerhalb der Universität sind herzlich willkommen!

Veranstaltung des Instituts für Germanistik und des Kuratoriums Haus des Buches e. V. Das Projekt »Widerstand gegen Ästhetik« wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


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